Richard Lingscheidt absolvierte sein Schauspielstudium an der „HFF Konrad“ Wolf Potsdam an den Babelsberg Studios. Nach dem Studium (2011-2015) arbeitete er kontinuierlich im deutschen Theatersystem in Festanstellung, Engagements führten ihn in an das Hans Otto Theater Potsdam, Maxim Gorki Theater Berlin, das Rheinische Theater und an das Fünfspartenhaus in Bremerhaven.
Neben der Bühnentätigkeit trat er immer mal wieder in kleineren Rollen in Fernsehproduktionen auf, so u.a. für „Club der roten Bänder“ (VOX), „Vater von vier Söhnen“ (ZDF) und „Aurel-Original“ (ZDFneo) als auch in Kurz- und Hochschulabschlussfilmen (KHM Köln, Bournemouth University UK, ADK Ludwigsburg, North Carolina School of the Arts/Filmuniversität Potsdam).
Seit 2022 lebt er in Berlin und arbeitet von dort aus als freier Schauspieler für Film und Fernsehen, wie als Sprecher für Hörbuch, Hörspiel, Werbung, Gaming und Synchron.
Zusammenarbeit im Hörbuch- und Hörspielbereich erfolgte mit verschiedenen Verlagen, so u.a. HörbucHHamburg, AudioVerlag München, Audible Studios, Lausch, Saga Egmont, Penguin Random House, Aufbau Verlag, Winterzeit, und viele mehr. Im Synchronbereich ist er tätig für VSI, FFS, Arena, Splendid, Interopa, RRP, Iyuno-SDI, Cinephon uvm. 2023 sprach er in der Netflix High-End-Fantasy-Serie „Shadow and Bone“ eine der Hauptrollen (Nicolai Lantzov für Patrick Gibson) und war 2025 mit „A Good Person“ (HRs Marie-Isabel Walke, Jürgen Kluckert, Richard Lingscheidt; Regie Sabine Falkenbeg, VSI) für den deutschen Synchronpreis „Best Film Drama“ nominiert.
Für das Landesinstitut Bremen (in Kooperation mit den Bundesländern Hamburg, Rheinland-Pfalz und NRW) liest er seit Corona regelmäßig Stoffe für den Deutschunterricht ein. „WiDu – Werkstatt inklusiver Deutschunterricht“ war 2026 für den Deutschen Lesepreis nominiert.
International arbeitete er in den letzten Jahren im Gaming-Bereich an einigen Projekten bei Molinare London (UK). In dem Scorpions BioPic „Wind of Change“ (Warner Bros.) wird er 2026/27, u.a. neben Alexander Dreymon und Ed Speelers, zu sehen sein. Die indpendent Produktion „Blondi“, Regie Jack Salvadori, war 2026 auf der Longlist für den BAFTA.
Seine stimmliche Ausbildung erfolgte, neben der Theatertätigkeit, durch fortlaufendes Training mit Dozenten vom Lichtenberger Institut für angewandte Stimmphysiologie („Stimmfunktionales Training“ seit 2016).


